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Donnerstag, 22. Februar 2024

20

Heute vor 20 Jahren hat sich die jetzt Jüngste auf diese Welt gekämpft. 

Unsere Glückwünsche schicken wir heute nach Thailand. Sie hat sich zum Geburtstag einen Yoga-Tauch-Meditationskurs geschenkt. Seit Anfang September entdeckt sie alleine diese Welt, die von uns aus gesehen Osten genannt wird. 

Ich vermisse sie heute voller Dankbarkeit für diese starken Flügel und ihr ständig wachsendes Vertrauen in das Leben.

Nun sind die sechs für ein paar Monate alle im gleichen Jahrzehnt unterwegs. Zum dritten Mal. Und wie immer wechsle auch ich dann den Zehner. Doch daran mag ich jetzt nicht denken.

Alles Liebe, du wunderbare junge Frau!

Mittwoch, 14. Februar 2024

...

Für jedes der Jahre ohne dich eine Rose, Mirjam. Soviele sind es schon. Die ersten waren voller Dornen, doch dann wurde es leichter, heller. Irgendwann habe ich akzeptiert, dass unser Weg so ist, nicht anders, und ich habe begonnen, ihn zu gehen. Und immer weiss ich, dass es der Weg ist, den es ohne dich nicht geben würde. Du bist Patin meines Weges geworden. Das ist ein Segen. Danke für 15 Jahre Wachstum.

Freitag, 9. Februar 2024

Lebenszeichen

Am 9. Februar vor 15 Jahren begann der schwerste Weg meines bisherigen Lebens, auch wenn ich das zu dem Zeitpunkt nicht wusste. Die Kinder schlittelten am verschneiten Hang hinter dem Haus, als ich mit der Jüngsten losfuhr ins Krankenhaus. Es war ähnlich dämmrig wie jetzt. 

Mirjam würde nie wieder zurück kommen.

Als ich vorhin nach Hause kam, sangen zwei Amseln im Duett im Quartier. Die Amseln gehören mit zu der Geschichte, aber auch zu manch anderen in meinem Leben.

Heute beginnen an diesem 9.2. die Fasnachtsferien. Ich weiss nicht, ob ich Ferien schon mal sosehr herbei gesehnt habe wie diesmal. Vor dreieinhalb Woche legte mich dieser Infekt ins Bett, eine Woche später ging es nicht gut, aber es ging, und seither habe ich mich von Tag zu Tag, von Elterngespräch zu Elterngespräch, von einer Herausforderung zur nächsten gehangelt. Husten, Erschüpfungszustände, die ich nicht kannte, Schmerzen in Kopf und Hals, Appetittlosigkeit....

...und nun endlich die Berechtigung, mich gesund zu schlafen.

Hoffentlich seid ihr, die vorbeischaut, alle gesund und munter.

Lasst uns die Freude spüren über das wachsende Licht. Ich bin jedes Jahr von neuem erleichtert, wenn es tatsächlich wieder heller wird. Als hätte ich daran gezwefelt.

Dienstag, 23. Januar 2024

eine Ewigkeit später

So kommt es mir zumindest vor. Lange Nächte mit quälenden, insistierenden, unflexiblen Fieberträumen haben das Zeitempfinden verschoben und lassen mich nun gefühlt ein paar Wochen später wieder Halt suchen im Alltag.

Meine Stellvertreterinnen haben von vielen schwierigen Situationen in der Arbeit mit der Klasse erzählt. Trägt zumindest nicht zur Entspannung bei, wenn ich an den Wiedereinstieg morgen denke. 

Der Zweitjüngste schlägt heute die Anmeldungspflöcke für seinen zweiten Studiengang ein. Der erste Versuch hatte nur ein Semester gedauert. Damit hätten fünf der sechs die Wahl für die Startdisziplin in ihr Berufsleben gewählt. Fertig mit der Ausbildung ist erst der Älteste und das auch erst seit November. Nie hätte ich gedacht, dass Ausbildungen sich so in die Länge ziehen und immer wieder von persönlichen Lebensprojekten unterbrochen werden können.

Wird schon.


Mittwoch, 17. Januar 2024

Ups

 Gesagt. Gelebt. 

Nun liege ich mit Fieber im Bett. Für mich ist der umgekehrte Weg eine Herausforderung: zugeben, dass es nicht mehr geht, nach Hause gehen, die Klasse abgeben. 

Ich habe nun wie ein Stein geschlafen, heiss, tief. Als ich aufwachte, war ich überzeugt, dass es morgen ist. 

Waagerechtgrüsse

Dienstag, 16. Januar 2024

krank sein dürfen macht gesund

Heute haben neun Kinder gefehlt. Acht davon sind krank, die meisten mit einer heftigen Grippe. Ich staune oft, wie anders junge Eltern heute oft mit solchen Krankheitszeiten umgehen (müssen), wie schnell sie Medikamente geben, damit das Fieber verschwindet, damit das Kind möglichst schnell wieder zur Schule gehen kann, auch wenn es dort halt blass und müde noch etwas "herumliegt". Ich habe solche Zeiten als sehr besondere Phasen in Erinnerung, anstrengend und am Schlaf zehrend zwar, aber auch immer sehr umhüllt von Ruhe, Teeduft, Zeit für die einzelnen kleinen PatientInnen und ihre Bedürfnisse. Es scheint nicht mehr viele Kinderärzte zu geben, welche die Eltern in solcher Zuversicht stärken. Umso dankbarer bin ich, dass ich das anders erleben durfte.

Sonntag, 14. Januar 2024

Abweichungen

Unsere Weihnachtstischdecke stammt aus dem ex-schwiegergrosselterlichen Pfarrhaushaushalt und hat es sich angewöhnt, nur für dieses eine Essen unseren Familientisch zu schmücken. Ich wiederum hatte mir angewöhnt oder mehr noch: zum Ziel gesetzt, dieses edle Stück Tuch jeweils vor Jahresende wieder gewaschen und gebügelt in den Schrank zurückzulegen. Das Jahr war dadurch rechtmässig abgeschlossen.

Im letzten Durchgang war es irgendwie nicht zu schaffen. Heute endlich habe ich es gebügelt, und nun verbuche ich es eben unter einem meiner (nicht Neujahrs-)Vorsätzen, immer wieder Gewohnheiten zu durchbrechen und Dinge bewusst anders zu machen. 

Beim "bewusst" ist da noch Luft nach oben ;)!