Letzte Nacht hat es zum zweiten Mal in diesem Winter geschneit, zum ersten Mal ist der Schnee auch liegen geblieben.
Ich weiss nicht, wie alt ich werden muss, bis mich dieser Zauber nicht mehr berühren kann. Da fällt in aller Stille und Sanftheit etwas vom Himmel, was strahlen weiss ist, und deckt einfach alles zu, macht alles gleichwertig, schluckt Lärm und Aufregung und Details. Ist das nicht einfach wundervoll?
Ich kann mich dem gar nicht entziehen. Sobald ich hinausblicke, hinein in diese Zauberwelt, sinkt in mir die Stille ins Staunen und die Sanftheit in den ganzen Körper. Heilsam bis zur Zehenspitze!
Wohl ahnend und wissend, von welch kurzer Dauer der Winterbesuch sein wird, gab ich mich den wenigen Stunden hin, als gäbe es nur diese eine Chance.
Kurz vor der morgendlichen Tramfahrt zur Schule knipste ich im fahlen Licht ein paar schnelle, zufällige Bilder.
Sie hat am Dorfrand die Stimmung viel besser getroffen. (Dort das Bild unbedingt anklicken!)