Am 12. Februar habe ich viele Stunden damit verbracht, Briefe zu schreiben an Menschen, die Teil sind von meinem siebenjährigen Mirjamweg. Heute habe ich endlich die Worte gefunden für einen Brief an die Eltern des 20jährigen Mädchens, welches an jenem 12. Februar durch einen Autounfall aus dem Leben gerissen worden ist.
Ich komme eben zurück von einer Trauerfeier, die so dicht und intensiv war, dass ich es kaum beschreiben kann. Hunderte, ja wahrscheinlich weit über tausend Menschen waren da, sicher ein Drittel davon junge Leute, wie sie sonst am Wochenende die nächtliche Stadt bevölkern. Die Kirche war schon voll 20 Minuten bevor die Feier begann, und es war einfach still, keine Gespräche, keine Smartphones, nur diese nackte, stumme Betroffenheit im Angesicht der Unberechenbarkeit und Endlichkeit, diese Trauer und das Entsetzen über das Verstummen eines unverwechselbar hellen Lachens.
Und wieder beginnt für Eltern der schmerzvolle Weg der Trauer. Und wieder beginnt für Geschwister die Suche nach dem eigenen Weg im Schatten dieses Verlustets. Doch beeindruckenderweise waren es ausgerechnet die Eltern mit ihrer Ofenheit und Stärke, welche zu trösten vermochten. Zumindest heute.
Danke für diesen Tag.