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Montag, 21. März 2016

Herüberklang

Die privaten Wirren der vergangenen Jahre haben mich musikalisch ziemlich heimatlos gemacht. Viele Monate lang konnte ich überhaupt nichts mehr hören von dem, was ein Leben lang meine vertraute klingende Welt gewesen war. Ich suchte nach Neuem, entspannte mich in die Klänge, die aus den verschiedenen "Kinder"zimmern tönten und pochten und machte einen riesigen Bogen um alles, was Erinnerungen, Geschichten und Verletzungen in mir aktivierte.

Langsam wird es ein Bisschen ruhiger. Ich kann, wenn es mir gut geht, ein paar Takte durch mich fliessen lassen und gestern habe ich mich erstmals wieder für ein paar Minuten eingelassen auf eine Berührung. Vielleicht war es die Weichheit, welche der Tag geschenkt hatte, vielleicht das Verneigen vor dem Sterben abseits des Schreckens, vielleicht eine Entspannung, welche Trost zuzulassen vermochte. Ich weiss es nicht.

Es ist vorallem das erste Instrumentalstück, welches so versöhnend gewirkt hat. Ich teile es heute und hier, weil heute auch der Geburtstag von J.S. Bach, dem Komponisten, ist.





4 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Da sassen wir gleichzeitig vor dem Kommentarfenster – mal wieder! :)
      Ja, mich hat die Konzentration und Hingabe der Musiker sehr berührt, und die Weite des Raumes, falls du das meinst. Hast du bei Minute 11:50 ff auch noch gelauscht/ geschaut?

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  2. Jetzt habe ich es ganz geschaut. Auch schön, was sie danach noch sprechen.
    Flöte: meine nur im Schrank, ich glaube, seit Luca kam...

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