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Dienstag, 16. Mai 2017

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Meine Körperkräfte lassen es zur Zeit nicht zu, dass ich den steilen Weg zu meinen vertrauten Pflanzen und Plätzen hoch steige. Und trotzdem zieht es mich regelmässig hinaus, hinauf. Im Tram schliesse ich die Augen und lehne mich an den Baumstamm, spüre unter meinen Füssen den weichen Boden zwischen den Wurzeln, lausche dem leisen Laubgewisper über mir und um mich. Oder ich setze mich zwischen zwei Schulstunden auf die Bank, stelle mir vor, wie die Bilder sich verändert, die Blätter sich entfaltet haben, das Gras gewachsen, der bewaldete Hügel grün geworden ist. Und immer und immer wieder kauere ich neben den scheinbar leblosen Spross ins dürre Laub und lasse mich von der stillen Zwiesprache durchströmen. 
Es fühlt sich ganz und gar so an, als lassen sich Distanz und Zeit und Schwäche überwinden durch diese innere Verbindung.

 28.4.17


Trotzdem freue ich mich wie ein kleines Kind darauf, hoffentlich bald wieder mit allen Sinnen die Wege zu gehen zu dürfen.