Der Dreizehnte, das sind neben dem unausweichlichen Gang der Geschichte vor allem Begegnungen, ein Kreis von Menschen, die das Geschehen tragen in dichter, unglaublich berührender Weise. Ich würde es am liebsten malen, mit dickem Pinsel und leuchtenden Farben, oder für alle ein Licht anzünden, die da waren, sichtbar und unsichtbar, oder ihnen ein Zeichen schicken. Es fehlt die Farbe, der Kerzenvorrat reicht nicht, und die Menschen von damals sind fast alle leise aus meinem Leben verschwunden, zum Teil beinahe, zum Teil ganz und gar. Oder es ist mein Mut verschwunden, mich ihnen zu zeigen und zu riskieren, dass mein Zeichen falsch verstanden werden könnte.
Aber darum soll es heute nicht gehen, sondern um das Erleben, dass die schrecklichste Erfarung ein Gegengewicht hat, darum, dass das Fallen Getragensein schenkt, und darum, dass der Schmerz irgendwann blasser wird, die Dankbarkeit aber an Leuchtkraft zunimmt.
