Das ist doch das, was uns im Leben immer wieder passiert:
Man sieht ein Bild und denkt, das sei die Welt, vergisst aber, dass es ganz viele Bilder von der Welt gibt.
Dass man auch in sich selbst ganz viele Bilder, Ideen, Sehnsüchte hat, die man nicht erfüllen konnte, an denen man aber immer noch hängt, wo man weinen könnte, weil man sie aufgeben musste.
Der Mensch besteht eben nicht nur aus Chemie, sondern auch aus ganz viel Sehnsucht.
Und ich glaube, dass jeder so eine Dunkelphase in sich hat, dass jeder hin und wieder in so einem leeren, dunklen Raum sitzt, in dem die Bilder und Sehnsüchte weiterleben.
Und die man vielleicht doch noch realisieren kann, wenn man diese Dunkelheit nicht ignoriert.
Christoph Schlingensief, aus: "Ich weiss, ich war`s"
Gefunden in ihrer wundervollen Schatztruhe.
Ein "Fundstück" zum nachdenken.
AntwortenLöschenliebe Grüsse
Elisabeth
Das Dunkle ist vielleicht ebenso wichtig für uns wie das Helle.
AntwortenLöschenAber es braucht sehr viel Mut, es anzunehmen...
Lieben Gruss,
Brigitte
Dazu hat Morgenstern auch was zu sagen:
AntwortenLöschenNun wohne DU darin,
in diesem leeren Hause,
aus dem der Welt Gebrause
herausfloh und dahin.
Was ist nun noch mein Sinn, –
als daß auf eine Pause
ich einzig DEINE Klause,
mein Grund und Ursprung, bin!