Seiten

Montag, 5. März 2018

Abenderwachen

Vor 15 Minuten bin ich in die Tram eingestiegen dort an der verkehrsreichen Strasse, wo keiner den andern kennt. Es war noch ein wenig hell. Nun spuckt der Wagen die letzten Fahrgäste aus. Endstation. Man wünscht sich einen schönen Abend. Unterdessen liegt Nacht über dem Dorf. Ich arrangiere mich mit meinen zwei schweren Tüten und trete mit einem Seufzer in die kühle Dunkelheit.
Doch schlagartig ist alles anders. Ich atme noch einmal ein und gleich noch einmal, tief, verzaubert. Es riecht nach erwachender Erde, nach lebendiger Feuchtigkeit, nach Hoffnung, nach Frühling, nach – nach... Glück. Ich bleibe stehen, staune, trinke.

Als wärs zum ersten Mal.