Es gibt Nächte, die einen mit einer riesigen Abschiedswehmut entlassen. Und wenn dann die Frühlingssonne über den Horizont steigt und mit gleissender Eindringlichkeit beginnt, das Bild dazu zu erschaffen, dann erzählt plötzlich jeder Tropfen, jeder Schatten, jeder Schritt im noch gefrorenen Winterweiss, ja gar die Mahlzeit von Endlichkeit und Einmaligkeit.
Einmal wird es der letzte Schnee gewesen sein. Vielleicht heute. Einmal wird es der letzte Abschied sein, wenn einer geht. Vielleicht dieser grad eben. Nichts wird bleiben ausser vielleicht die Frage, was bleibt.
Ob das Leben je antworten wird? Die Vögel tun es an einem solchen Tag mit übermütiger Freude. Und fragen nicht.

