Einmal im Jahr wünschte ich mir eine von zwei Fähigkeiten, die ich nicht habe. Entweder würde ich gerne autofahren können und dann natürlich auch ein Auto haben, oder aber ich wäre froh, ich wäre fähig, um Hilfe zu bitten. Dann nämlich, wenn der ganze Heckenschnitt – vorerst einmal nur der strassenseitige – zur Grünmulde am anderen Ende des Dorfes geschafft werden muss. Weil ich aber das eine nicht kann und das andere nicht vermag, werde ich viele Male den vollen Fahrradanhänger zu Fuss den Berg runter bremsen und den leeren dann wieder hochschieben. Vielleicht ist das morgen jedoch meine beste Chance, den Frust und die Angst, die bei der Arbeit an dieser unsäglichen Steuererklärung entstanden ist, abzureagieren.
Zum Glück habe ich das Fotobuch zuerst gemacht, voller Energie und Freude, in den Bann gezogen von Farben, Formen und Erinnerungen. Zum Glück habe ich dort die Zeit vergessen. Jetzt fühle ich mich leer, irritiert, überfordert. Wahrscheinlich würde ich es jetzt sogar eine unnötige Idee finden, dieses Buch zu gestalten.

