Nächste Woche werde ich wandern. Ich werde es lieben, lange Wege zurückzulegen, rauf und runter. Ich werde die Bewegung lieben und das Unterwegssein ohne Eile. Daran musste ich denken, als ich heute früh zum ersten mal der Grüngutmulde entgegenseufzte. Und ich begann, das Gehen zu lieben, schickte die Eile in die Ferien und erklärte meinen Weg zum Wanderweg. Ich stellte mir vor, wie ich der Stille der Berge lauschen werde und begann zu lauschten. Ich stellte mir vor, wie ich die warmen Sommerdüfte einatmen werde und begann zu riechen. Ich stellte mir vor, wie ich mich auf die kleinen Wunder am Wegrand achten werde und begann mich zu wundern.
Etwa 10 km bin ich so heute gewandert. Mein grüner Haufen wurde immer kleiner, die Mulde immer voller.
Das allerwunderbarste aber war, dass es fast ständig regnete. Die Dusche, nach der ich mich sonst bei dieser Arbeit sehne, kam einfach mit, schenkte permanent Kühlung und Rauschen und diesen einzigartigen Sommerregenduft.
Mit der Steuererklärung ist mir ähnliches Verwandlungserleben leider nicht gelungen.