Es ist ja nicht das erste Mal in meinem Leben, dass auf den Schock des ersten Momentes das Realisieren kommt, die Notwendigkeit zu agieren, sich zurecht zu finden, zu akzeptieren, den nächsten Schritt zu gehen, loszulassen, was geplant und erhofft war. So manches hat sich eingespielt, Wege sind vertraut geworden, Kommunikationswege innerhalb des mittragenden Netzes funktionieren, neues Erschrecken fällt in erprobtes, aufgewecktes System, beim Telefonieren muss nicht mehr ein Einleitungserklärungsprolog vorausgeschickt werden, weil man einen kennt. Nur etwas scheint unveränderbar: Diese Trauer, dieses unglaublich schmerzhafte Mitfühlen mit einem geliebten Menschen, der kämpft wie eine Löwin gegen den Rest der Welt.
Ich versuche immer wieder, nicht mitzukämpfen, sondern einfach da zu sein, still, geduldig, vertrauensvoll, vor mir und in mir der unzestörbare, leuchtende Kern dieses Wesens, das sich einst mir und dieser Erde und ihrem Geschenk des Lebens anvertraut hat.
Am Montag will mich mein Beruf zurück. – Welten... –