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Donnerstag, 18. April 2019

Geburtstagswege

Gestern jährte sich Mirjams Geburtstag zum 12. Mal. Es hat mich sehr berührt, wieviele Menschen daran gedacht haben. Danke! Die jüngste Tochter, welche sich kaum mehr an ihre kleine Schwester erinnern kann und doch tief geprägt ist von allem Geschehen rund um deren zwei kurze Lebensjahre, und ich machten eine Geburtstagsreise hinauf in unser Sommerbergtal, dorthin, wo wir vor genau 9 Jahren die Steine für das Grab gesucht haben.
Es war ein wundervoller Winterfrühlingstag, wie man ihn unten bei uns nicht erleben kann. Die Sonne hatte richtig viel Kraft. An den südlich gerichteten Hängen spriesste das junge Gras, blühten ganze Felder von Narzissen, während die gegenüberliegende Talseite noch unter hohen Schneemassen im Winterschlaf zu liegen schien.
Unser Weg verlief direkt auf dieser Grenze. Ohne auch nur einen einzigen Schritt zu machen, konnten wir den Übergang, das Erwachen des Frühlings beobachten.
Rechts von uns im Schatten Schnee
links eben frisch geschlüpft und voller Kraft das neue Leben.
Auf Schritt und Tritt begleitete uns dieses Nebeneinander.
Am Ziel unseres Ausfluges war dann vom Frühling noch kaum etwas zu sehen, spürbar war er trotzdem, obwohl wir zum Teil bis zur Hüfte in den Schneemassen versanken. Irgendwo unter dieser Decke liegt das Steinherz.
Ich stapfte ans Bachufer und suchte 12 Steinchen.
Es war gar nicht so einfach, eine schöne Form zu gehen. Der Schnee war alt, hart und vielschichtig.
Ich bin gespannt, wo die Steinplatte in drei Montan liegen wird! 

Das Licht des Tages trug soviel Unaussprechbares.