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Samstag, 20. April 2019

vorösterlich

Das ist nun Osterfrühling wie aus dem Bilderbuch. Wundervoller könnte es wohl kaum sein.
Doch in mir drin ist es zentnerschwer. Es fühlt sich so grausam an, zuschauen zu müssen, wie ein geliebter Mensch sich scheinbar auflöst. Die Ohnmacht raubt mir den Atem. Mein Körper sendet eindeutige Signale, die ich nicht wirklich berücksichtigen kann. Beim Anruf in der Arztpraxis hiess es am Mittwoch, sie seien voll bis Ende April. Notfall mag ich nicht. Wird schon werden. Nächste Woche muss ich ein langes Sommerquartal vorbereiten und weiss nicht, aus welchen Zeit- und Kraftreserven schöpfen. Die werden momentan an so völlig anderem Ort gebraucht. Und ringsum die jungen Menschen mit ihren eigenen Plänen. Es ist ja auch schön, das alles zu sehen, an Verständnis mangelt es mir nicht, aber Mittelpunkt einer Zentrifuge zu sein ist eine Herausforderung für sich. 

So. Es reicht wieder. Jetzt ein paar schöne, wenn auch schlechte Bilder. Ich sehe das schon auch:

Den Lindenbaum, wie er kurz vor der Battschlüpfung steht,
 Den Wald im Morgenlicht in seinem allerjüngsten Grün,
 Einen Garten voller Hoffnungsweiss...