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Montag, 8. Juli 2019

Ferien!

Um 9:11 fuhren die letzten beiden Kinder auch noch weg. Seither bin ich allein – und geniesse! Keine Essenszeiten, kein Einkauf, keine Musik, kein ständiges Öffnen der Kühlschrank- und Gefrierschranktüren, kein Wühlen in den Wäschebergen, einfach nur ich und meine Bedürfnisse und Aufgaben.

Kurz vor Mittag brachte ich die Steuererklärung zur Post und kaufte mir zur Belohnung ein Eis. Damit spazierte ich auf Umwegen nach Hause, schlenderte durch Strassen, die ich seit Jahren nicht mehr benutzt hatte, durch neu gebaute Quartierteile, in denen ich mich völlig fremd fühlte, kam mit Bekannten ins Gespräch, die in ihren Gärten arbeiteten, spürte glücklich den frischen Wind auf meiner Haut, schickte von der Bank oben am Waldrand noch einen Gruss hinaus, bevor ich dann im stillen Haus beherzt die Wäsche in Angriff nahm. Dann kam die Nachricht vom Sohn, er komme heute Nacht zurück. Zuerst erschrak ich, doch dann beschloss ich, im Ferienmodus zu bleiben und ihn nicht zu bemuttern. (Daher hat es jetzt auch leider keine Milch im Haus, bis mir das nächste Mal ums Einkaufen ist... Sorry) (Rabenmutter?!)
Diese vier Tage möchte ich nun einfach in meinem eigenen Flow leben, all das auskosten, was nicht zum Alltag gehört. 
Irgendwann später – denke ich hie und da – werde ich wahrscheinlidch wehmütig an die Musik im Haus denken, an die hungrigen Kühlschrankstürmer, an den Kommunikationsort "Wäschekorb", an das Kommen und Gehen. 
Nur etwas werde ich nie vermissen, das verspreche ich mir mit aller Eindringlichkeit: Die ganzen Dramen und Komödien rund um das Thema "Einzelsocken".