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Mittwoch, 18. März 2020

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Heute haben alle Schülerinnen und Schüler ihr Material abgeholt. Im Viertelstundentakt kamen zwei, liessen sich instruieren und packten ihren Rucksack. Es tat gut, sie zu sehen und zu spüren, dass es den meisten richtig gut geht. Viele geniessen es total, dass die Eltern zu Hause sind, dass sie nicht in die Auswärtsbetreuung gehen müssen, dass sie Zeit haben, einfach zu spielen. Das ganze Chaos ringsum, welches in den Köpfen von uns Erwachsenen abläuft, bekommen sie nur am Rand mit. 
Umso heftige geht in der Familie die Post ab. Die Tochter in England hat sich seit Tagen und bis vor einer Stunde mit Händen und Füssen gewehrt, zurück zu kommen. Nun buchen wir Flüge für morgen. Sie schreit und ist am Boden zerstört, kann es, will es nicht fassen und ich kann mir auch kaum vorstellen, dass wir ab morgen wieder zu sechst hier wohnen werden, denn der Berlinsohn ist auch gestrandet und die Tochter hat die Uni jetzt im Computer nach hause genommen. 
Unser Dorf hat drei Zollübergänge nach Frankreich, welche jetzt mit riesigen Gittern abgeriegelt sind. Familien haben sich getrennt, damit die eine in Frankreich bei den Pferden, der andere mit den Kindern in der Schweiz sein kann. Sie können sich nicht besuchen. Die Verkäuferin, welche in der Schweiz arbeitet und im benachbarten Ort in Frankreich wohnt, muss jetzt einen 20 km-Umweg fahren, um den einzigen, streng kontrollieren Zollübergang benutzen zu können. Die einzige landesinterne Verbinung führt über den Berg durch den Wald.
Ungläubig stehen wir da und können kaum fassen, was sich in so kurzer Zeit alles ändern kann.