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Montag, 6. April 2020

Wer A sagt, ...

... könnte auch A gemeint haben.

Manchmal (oft?) wirkt vieles von dem, was ich im Alltagsreflex sage, aus der Distanz kleinlich und eng – ein gut gepflügtes Übfeld. So auch heute, als wir gemeinsam den Einkauf besprachen. Kategorisch lehnte ich es ab, gefrorene Beeren zu kaufen, ohne mich dafür zu interessieren, warum dieser Luxus heute Sinn machen könnte. Das erfuhr ich erst beim Verlassen des Hauses durch eine Schulterzuckbemerkung, einer Mischung aus Resignation und "selber schuld".
Daher tippte ich im Tram ein "Tut mir leid, was ich wegen der Beeren gesagt habe" in den WG-Chat und starrte ungläubig auf den Text, welcher mir automatisch korrigiert in der Hand lag: "Tut mir leid, was ich wegen der Viren gesagt habe". Vielleicht hatte ich mich vertippt, V statt B, aber dass dieses unsichtbare Kontrollhirn meinen Horizont sosehr einschränkt, machte mich für einen Moment sprachlos.

5 Kommentare:

  1. Das ist ja nicht zu fassen!
    Alles scheint sich im selben Themenkreis zu drehen...
    Danke für die hübsche Geschichte.
    Lieben Gruss,
    Brigitte

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  2. Solange wir noch bemerken, dass wir auf einem Karussell drehen, habe ich Hoffnung
    GuteNachtGruss zu dir
    Gabriela

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  3. Das ist unglaublich, seltsam.
    Ich freu mich, dass Du nur einen Moment sprachlos gewesen bist
    Grüsse für Dich in diese seltsame Zeit
    Elisabeth

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  4. Und?... hast Du Beeren mit nach Hause gebracht?

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