Die Tochter nimmt es gelassen. "Das ist doch logisch, dass man in meinem Alter nicht eine Entscheidung treffen kann, die auf 50 Jahre angelegt ist. Damals hat das halt gestimmt, und jetzt hat es sich so entwickelt, wie es jetzt ist." Ich bin froh, dass die Kinder entspannt mit dem anstehenden Schritt umgehen. Sie haben sich längst arrangiert, haben sich so eingerichtet, dass sie mehr gewonnen als verloren haben. Und die neue Frau an der Seite ihres Vaters ist für sie irgendwie bereits Selbstverständlichkeit. Wahrscheinlich finden sie sie sogar richtig nett, halten es aber für unpassend, mir das zu sagen. Ich kenne sie nicht, für mich ist sie der Mensch, welcher sich verständlicherweise wohl am meisten darauf freut, dass übermorgen aufgelöst wird, was an damals erinnert. Ich kann sie sogar verstehen.
Ich mag bloss meine Rolle nicht und spiele sie halbherzig und klein.