Unterdessen freue ich mich auf jeden Weiterbildungsmittwochabend. Wir treffen uns zu zehnt in einem virtuellen Raum, machen Entspannungsübungen, tauschen uns aus, diskutieren in Kleingruppen spannende Themen. Manchmal setzt sich ein Kleinkind zu seiner Mama und winkt, manchmal geht eine kurz nach nebenan, um sich einen Pullover oder einen Tee zu holen. Mit Ausnahme von zweien kenne ich niemanden aus dem dreidimensionalen Leben. Trotzdem entsteht eine Vertrautheit, an die wir – davon bin ich überzeugt – anknüpfen könnten.
Und heute wusste ich plötzlich, was mit diese Begegnungen so wertvoll und lieb macht: Wir begegnen uns ohne Maske! Wir sehen unsere Gesichter und verstehen auch die nonverbalen Zeichen der Mimik. Es fühlt sich so menschlich an. Im ganzen Berufsalltag gibt es keine, absolut keine Begegnungen mehr ohne verdecktes Gesicht.