Es ist schon seltsam. Seitdem der Sohn in Zürich, die Freundin des anderen Sohnes, deren ganze Familie, die Kollegin und ihre Familie, diese Bekannte und die Freunde von jenen positive Testresultate, Isolation und Quarantäne durchlebt haben, Menschen, mit denen ich während der Zeit rege Nachrichten ausgetauscht habe, mit denen ich sogar online gearbeitet habe, hat sich das Gespenst irgendwie aufgelöst. Es ist ein Alltag eingekehrt, der zwar flankiert ist von vielen Massnahmen und Einschränkungen, nach deren Ende sich alle sehnen, aber es keimt wieder Vertrauen, immer öfter wird wieder mit Humor gewürzt, die Blicke beginnen sich wieder zu treffen, manchmal ist sogar ein Lächeln unter der Maske zu erahnen, ältere Menschen sind wieder vermehrt unterwegs und haben die Angespanntheit abgelegt.
Ich beginne zu verstehen, was mit dem "sozialen Ende einer Pandemie" gemeint sein könnte.