Eigentlich hatte ich für den 100. Tag dieses Jahres etwas anderes vorgesehen, nun war es aber ausgerechnet dieser 10. April, und dieser Tag hat sich sein Programm selber ausgesucht. Was eigentlich in einem festlich geschmückten, bis auf den letzten Platz gefüllten Saal hätte stattfinden sollen mit allem, was dazu gehört, war verbannt in die Häuser, für den ältesten Sohn in seine Einzimmerwohnung. Zu dritt sassen wir da vor dem Bildschirm, hörten Reden und Musikstücke und schauten, wie hunderte von Namen über den Bildschirm leuchteten, Namen von jungen Menschen, welche heute ihren Masterabschluss feiern durften. Die Verantwortlichen haben sich riesige Mühe gegeben, ein würdiges und trotz allem irgendwie feierliches Ambiente zu schaffen. Weh tat es trotzdem, einmal mehr diesen Coronatribut zu bezahlen.
Nun hat der neue Lebensabschnitt ganz offiziell begonnen.
