In der Minute, in der ich gestern aus der Tram meine kurze Zeile schrieb, ist mein Vater gestorben. Ich erfuhr es wenige Augenblicke nach dem Senden. Ich war unterwegs zu ihm, wollte zusammen mit meiner Mutter und einer Schwester bei ihm Nachtwache halten, denn wir wussten, dass er der Schwelle nahe ist. Nun komme ich zurück von einem Ort, den ich nicht kannte, intensiv, erfüllt und still.
Er hatte am Karsamstag eine Hirnblutung und ist dadurch zusammen mit seiner ganzen Familie auf einen langen und sehr oft erschütternden Weg des Abschiednehmens geschickt worden, welcher gestern in diesen Übergang gemündet hat.
Wie oft hätte ich gerne davon geschrieben, doch dazu hätte ich die Familie um ihre Zustimmung bitten müssen, und dies wiederum wäre nicht möglich gewesen, ohne von diesem Windort zu erzählen.
Ob die beiden sich nun wieder begegnet sind?
