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Sonntag, 24. Oktober 2021

297/365 Auswertung

Ein Kommentar und eine Mail. Es gibt für mich drei mögliche Gründe für diese überschaubare Zahl an Rückmeldungen:

a) So lange Post und dazu noch zu diesem Thema interessieren gar nicht, werden nicht gelesen.

b) Darstellung wird überbewertet.

c) Die Kommentarfunktion funktioniert nicht.

Die Kommentatorin, welche mit einem Bloggerkonto kommentiert (zumindest dies scheint zu funktionieren.) wünscht sich offene Kommentarfunktion. Wenn c) zutreffen würde, wäre dies ziemlich doof für die, welche wollen und nicht können. Der Hauptgrund dafür, dass ich täglich "nicht zulassen" auswähle, bin jedoch ich selber. Wer mich hier schon länger begleitet, erinnert sich vielleicht an die Zeiten, in denen unter den Posts reger Austausch stattfand. Es war spannend für mich, so im Kontakt zu sein und die Lesenden als Gegenüber wahrnehmen zu können. Es war jedoch auch zeitintensiv, denn es ist üblich, dass die Blogschreiberin auf Kommentare reagiert. Das hat mich immer mehr überfordert und auch öfter dazu geführt, dass Menschen sich verletzt oder persönlich übergangen fühlten, wenn ich nicht oder nicht sofort reagierte. 

Irgendwann musste ich entscheiden, ob ich ganz aufhöre oder eben nur noch in die Stille hinein schreibe. Weil das Schreiben mir gut tut, wählte ich die zweite Option. Ich hinterlegte meine Mail-Adresse im Profil und nahm es gelassen, dass die Leserzahlen rapide abnahmen.

Die Mailschreiberin wünscht sich Rückkehr zur mobilen Darstellung. Das sind 100% oder 50, wenn ich auch zähle. Ich warte noch etwas ab und hinterlege gute Wünsche für einen herbstlich leuchtenden Wochenstart.

Samstag, 23. Oktober 2021

296/365 In eigener Sache

Ich bin ein ausgesprochenes Gewohnheitstier. Man kann das auch anders nennen mit einem sehr breiten Interpretationsspektrum. Eine meiner Gewohnheiten ist zum Beispiel, dass alles, was mit Windworte zu tun hat, über den Computer läuft. (Einzig die Fotos schicke ich natürlich vom Handy.) Daher ist es mir auch erst heute aufgefallen, dass die Darstellung meiner Posts am Handy ganz seltsam verschoben daher kommt. Mich hat das sehr gestört und ich habe heute versucht, daran etwas zu ändern. Ich benutze seitdem ich "blogge" dieselbe Vorlage. Die ist veraltet, simpel – aber halt vertraut. Ich hätte mich zu einer ganz anderen Darstellungsform durchringen müssen, doch dafür fehlen mir der Mut, die Motivation, daher auch die Zeit und natürlich die Erfahrung. Das einzige, was ich getan habe: Ich habe heute entdeckt, dass ich entscheiden kann, ob mein Blog auf dem Handy in der Web- oder in einer Mobil-Version angezeigt werden soll. Und da habe ich die Web-Version gewählt, weil das eben meine ist. Vorteil: So können die verlinkten Seiten zum Weitersurfen benutzt werden. Nachteil: Wer den Überblick liebt, hat ihn nun verloren.
Daher spiele ich heute mal so ein Bisschen WindWorte-Demokratie, lasse die Kommentarfunktion offen und werde meine heutige Entscheidung rückgängig machen, wenn genügend Stimmen "Zurück zur Web-Version!" rufen.
Schönen Sonntag! 😊

Freitag, 22. Oktober 2021

295/365 Wochenendeanfang

Ich brachte es heute nicht übers Herz, Aufräumen zu verlangen, auch wenn die Blätter nicht mehr frisch aussahen und auch nicht mehr so geordnet dalagen wie am Morgen, und so putzen unsere Raumengel nach Unterrichtsschluss um den Teppich herum. Die Holzscheiben, welche der Förster uns vor den Ferien geschnitten hatte, sind leider in den Ferien gerissen. Die Kinder nahmen es zur Kenntnis und schliffen mit Inbrunst weiter, schlugen die Nägel ein und spielten dann mit den Gummiringen mit faszinierender Hingabe. Das Ende einer guten, ungewohnt entspannten Woche liegt nun da im Kreis.




Donnerstag, 21. Oktober 2021

294/365 Runde

 Kolleginnen unter sich



Mittwoch, 20. Oktober 2021

293/365 Lernerfolg

Wortschatzübung im DaZ-Unterricht zum Thema Herbst: Wie heissen diese Früchte, von denen wir eine ganze Tonne voll im Klassenzimmer haben? - Keine Ahnung. - Die liegen doch auch auf dem Spielplatz draussen… -

Ah ja: Corona. 
 

Dienstag, 19. Oktober 2021

292/365 Wünsche

Die FrauWind sehnt sich nach Wind, nach Herbstwind, nach rüttelnden Ästen und fliegenden Blättern, nach dem Singen des Sturmes in den Bäumen. Und sie sehnt sich danach, mit ihrem zweitbesten auch zufrieden zu sein, nachsichtig sein zu können mit sich selber und vertrauen zu lernen, dass sie die Zuwendung (von sich selber) nicht erst bekommt, wenn sie über ihre Kräfte hinaus gegangen ist.

Als würde der Sturm dabei helfen

Montag, 18. Oktober 2021

291/365 gesunden

Bilderlos heute. Das Bild ist innen. Ich muss es erzählen, auch wenn es sehr fein und sehr persönlich ist, oder gerade deshalb, weil zur Zeit solche Farben und Töne selten geworden sind.

Letzte Woche war ich noch einmal im Ambulatorium mit meinen Bauchsorgen, da mein Hausarzt in den Ferien war. Diesmal holte mich eine Äztin zur Sprechstunde. Sie war sehr achtsam, hörte genau zu, und es war schnell zu spüren, dass sie mich und die Sprache meines Körpers sehr ernst nimmt. Sie organisierte dann auch direkt vor Ort, dass ich einen Wickel bekam und fast eine Stunde lang mit Wärmflasche und in eine warme Decke gehüllt in einem stillen Raum ruhen durfte. 

Ich fühlte mich so ganzheitlich wahrgenommen und aufgehoben.

Heute nun in der Mittagspause, ich stand noch mit einer Kollegin in der Türe, läutete das Telefon. Es war die Ärztin von letzter Woche, welche sich einfach noch einmal erkundigen wollte, wie es mir gehe. Wieder ein zutiefst ermutigendes, wohlwollendes Gespräch, Fragen, die heilsam mitten hinein schauten in die wunden Stellen 

Nachdem wir uns verabschiedet hatten, weinte ich, es weinte aus mir wie lange nicht mehr. Weil es das gibt. Weil es das für mich gibt. Weil ich beinahe vergessen hatte, wie wahre Heilung sich anfühlt oder der Weg dorthin. Danke.