Was stellst du dir vor, wenn du den Plan bekommst (der nicht mit dir abgesprochen worden ist!): "Bis am 12.7. bin ich mit den Kindern in den Ferien." Fragst du nach? Oder gehst du auch davon aus, dass du den 12. noch zu deiner Verfügung hast? Um 12 kommt die Nachricht: "Die beiden sind kurz vor 14 Uhr zu Hause." Ich denke als erstes erschrocken an den leeren Kühlschrank. Dann werde ich wütend. Und dann merke ich, wie ich mich für meine Wut schuldig fühle, mich unflexible Rabenmutter schimpfen möchte. Und tue es nicht. Heute nicht. Statt dessen räume ich die Gartensachen weg, dusche und gehe einkaufen.
Ich bin stolz auf mich: Diesmal habe ich mich nicht beschimpft. Aber meine Kehle ist zugeschnürt. Noch habe ich keine Ahnung, wie ich irgendwann den Mut oder die Worte haben werde, um zu sagen, dass ich so flexibel gar nicht sein möchte und ich mich auch von der Aufgabe trennen möchte, Rücken-frei-halterin zu sein.
Und nun räume ich die Einkaufstasche in den Kühlschrank. Danke fürs Zuhören.
Nachtrag: Natürlich ist es wunderschön, sie wieder hier zu haben. Darum geht es ja nicht...
Nachtrag: Natürlich ist es wunderschön, sie wieder hier zu haben. Darum geht es ja nicht...
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