Letzte Nacht bin ich aus einem Traum aufgewacht. Ich kann mich an den Traum selber nicht erinnern, aber in mir hat es laut gelacht. Es war klar geworden, dass dies alles ein riesiger Irrtum ist, und all unser seltsames Verhalten wirkte wie eine mächtige, skurrile Inszenierung, ein modernes Theaterstück, welches wir in der nächsten Deutschstunde analysieren werden.
Ich wurde dieses Gefühl heute nicht mehr los. Auch nicht, als am Vormittag ein Militärhelikopter eine Stunde lang im Tiefflug die grünen Grenzen abgefogen hat, auch nicht, als der gestrandete Berlinsohn seine achtstündige Hochschulaufnahmeprüfung in seinem Zimmer hatte, auch nicht, als wir den seltsamsten Geburtstag unserer Familiengeschichte gefeiert haben.
Keine Angst, ich habe niemanden angesteckt mit meiner Heiterkeit.
Keine Angst, ich habe niemanden angesteckt mit meiner Heiterkeit.

